Der als „Bitcoin Stick“ betitelte USB-Stick geht in die zweite Runde. Der zweite ‚Batch‘ des Open-Source-Projektes OpenDime kann bereits bestellt werden. Doch was ist das eigentlich und warum braucht man diesen USB-Stick?
First things first: Der OpenDime ist kein einfacher Standard-USB-Stick, den sich jeder beim Media Markt um die Ecke für 4,99 Euro kaufen kann. Der OpenDime kostet ungefähr 12 Euro, ist in 3er-Packs erhältlich, lässt sich unter anderem mit Bitcoins bezahlen, sieht wie ein USB-Stick aus und lässt sich nur einmal benutzen. Sollte jemand also die Bitcoins vom OpenDime bereits abgebucht haben, ist er für nichts mehr nützlich. Er generiert eine Bitcoin-Adresse, auf die Bitcoins geladen werden können. Nach dem Einrichten des Sticks befindet sich also eine variable Anzahl an Bitcoin’s „auf dem Stick“, welcher dann weitergegeben werden kann. So kann man zum Beispiel mehrere dieser Stick’s besitzen und sie wie Kleingeld mit sich herumtragen. Durch diese Art des Austausches können Dinge im Internet fast anonym gekauft werden.
Ein Beispiel zur Visualisierung gefällig? Okay: Stellen wir uns vor, Person A kauft sich einen OpenDime-Stick. A lädt einen Bitcoin darauf und kauft sich davon bei B ein Smartphone. Jetzt besitzt B einen Bitcoin, den er zum Beispiel für Gold an Person C abgeben kann. Diese Person C wiederum möchte sich etwas im Internet mit Bitcoins kaufen. C bricht also den mittleren, herausbrechbaren Teil des OpenDime ab und kann sich nun den einen Bitcoin auf sein Bitcoin-Wallet gutschreiben lassen.
Dadurch, dass nun 3 ( lässt sich natürlich unendlich fortführen) verschiedene Menschen, die sich nicht kannten, den USB-Stick weiterverkauft haben und Bitcoin sowieso die anonymste Zahlungsmöglichkeit im Internet ist, lässt sich mit hoher Wahrscheinlichkeit der Käufer ( Person C ) bzw. der Verkäufer des Sticks ( Person A ) des Produktes nicht zurückverfolgen. Durch die einfache Einrichtung und den leichten Austausch, sowie die Sicherheit, dass der Stick noch nicht beschädigt wurde, ist es ein Schritt in Richtung Digitalisierung und Revolution der Zahlungsvorgänge im 21. Jahrhundert.